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Im Rhythmus der Revolution

Die Umstürze in der arabischen Welt offenbaren auch eine erstaunliche musikalische Vielfalt. Rapper, Rocker und Pop-Avantgardisten von Jemen bis Marokko engagieren sich derzeit gesellschaftspolitisch. Ihre Botschaften sind fast so unterschiedlich wie ihre Musik.

«Für ein aufrechtes Leben auf den Füssen statt Demütigung auf den Knien» – mit solchen Worten ruft der Rapper Ibn Thabit [1] die libysche Jugend derzeit zum Kampf auf. Er ist nicht allein. Bei den heutigen Rebellionen und Revolutionen in der arabischen Welt sind die Rapper allenthalben zur Stelle. Ihre Musik ist einerseits ein Ventil für jahrzehntelang Verdrängtes. Als Chronisten und Aktivisten fassen sie andrerseits die derzeitigen politischen Turbulenzen und gesellschaftlichen Umbrüche am schnellsten in Rhythmen und Reime. Und ihre YouTube-Clips verbreiteten sich sofort über Facebook und Twitter.

Lokale und internationale Einflüsse

Die Videos ähneln sich oft. «Not Your Prisoner» etwa, ein Gemeinschaftswerk der Rapper Arabian Knightz [2], Shadia Mansour [3] und Fredwreck [4], zeigt Demonstrationen auf dem Tahrir-Platz in Kairo in Fotografien und Filmausschnitten aus Al-Jazeera und CNN. Zu Hip-Hop-Beats wird gezeigt, wie Demonstranten von Wasserwerfern und mit Tränengas attackiert, wie einige gar von einem Polizeiwagen überfahren wurden.

Musik und Bilder haben dabei gewiss dokumentarischen Charakter. Die Rapper Arabian Knightz demonstrierten tatsächlich in Kairo. «Not Your Prisoner» zeigt aber auch exemplarisch, wie vernetzt die arabischen Rap-Szenen ist. Die in Grossbritannien lebende palästinensische Rapperin Shadia Mansour nämlich schickte bloss ein Sample aus der Ferne. Und der Produzent Fredwreck verpasste dem Track in den USA den letzten Schliff. Dann setzte er ihn auf sein Mixtape «The Peace Revolution 2.0», das gratis zum Download bereitsteht. Fredwreck, mit bürgerlichem Namen Farid Nassar, hat bereits mit amerikanischen Rap-Grössen und Pop-Stars wie Snoop Dogg, Cypress Hill und Britney Spears gearbeitet und produziert seit einiger Zeit die Sendung «Hip Hop Na» [5] (Unser Hip Hop) auf «MTV-Arabia». Mit dem saudiarabischen Rapper Qusai Khidr bereist er hierfür die ganze arabische Welt, um Talente zu entdecken und zu fördern.

Für ihr zweites Revolutions-Video «Rebel» arbeiteten Arabian Knightz mit einem Sample der fünffachen Grammy-Gewinnerin Lauryn Hill – wer die Tonspur aus dem Internet heruntergeladen, bebildert und auf YouTube gestellt hat, weiss die Rap-Crew nicht. Eine ähnliche Produktion über viele Staatsgrenzen hinweg schuf auch die Rapperin Master Mimz [6] mit ihrem Video «Back Down Mubarak!» Der Track «Jan 25» des in Los Angeles lebenden syrischen Rappers Omar Offendum [7] ist hingegen komplett in den USA entstanden.

In den europäischen Medien wurde in den vergangenen Wochen der tunesische Rapper El Général [8] als wichtige arabische Rap-Stimme gefeiert – wegen dem Song «Rayes Lebled», einer Attacke gegen den tunesischen Präsidenten Ben Ali.

Ignoriert wurde hingegen, was für Töne El Général sonst anschlägt. In «Allah Akbar» etwa wendet er sich gegen eine Welt, «in der «Juden die Herrscher» und «Muslime die Sklaven» seien: «Noch vor kurzem liebten unsere Männer alles Verbotene. Sie hörten sich Marilyn Manson an, sie hatten vergessen, was in Jerusalem und Bagdad geschehen ist. Das ist jetzt vorbei! Die Araber werden morgen in ihrer ganzen Grösse auferstehen. Ich folge dem Islam und erkläre allen den Krieg, die den Islam ablehnen, demütigen und beleidigen.»

Im Videoclip zu El Générals «Allah Akbar» sind arabische Krieger auf Kamelen zu sehen. Das erinnert an viele andere Videos, die voll sind von religiösen und kriegerischen Symbolen – und mit Motiven aus der japanischen Tradition der Samurai und der Manga-Comics. Von Malaysia bis in die USA benennen sich viele Rapper nach islamischen Helden: der historische Ibn Thabit war niemand geringeres als einer der wichtigsten Schreiber des Propheten Muhammads. «Ich wünschte, wir lebten noch immer in der Goldenen Zeit», sagte Rapper O-Marz [9] in einem Interview in Beirut. Er meinte nicht, in den Goldenen Zeiten, als Rap noch nicht überkommerziell war, sondern als die Araber in Andalusien regierten und Muslime, Christen und Juden friedlich zusammenlebten – im 13 Jahrhundert.

Die US-amerikanischen Gangster-Rapper sind mit eine Inspirationsquelle hier. Das liegt nicht zuletzt daran, dass sich zahlreiche Gangsta-Rapper zum Islam bekehren liessen: Ice Cube, Talib Kweli, Busta Rhymes sympathisieren mit der afroamerikanischen Nation of Islam bzw. mit der Untergruppe Five Percent Nation. Für sie ist das Bekenntnis zum Islam vor allem ein Signal, um auf ihre afrikanische Herkunft und eine Geschichte der Unterdrückung aufmerksam zu machen. Oder einfach ein Mittel der Provokation. Den Traditionen des Islams hingegen folgen die Wenigsten.

«Die predigen den Islam, und im nächsten Atemzug äussern sie sich sexistisch, oder rufen zur Gewalt auf. Mit Islam hat das nichts zu tun», findet Ourrad Rabah, [10] ein algerischer Rapper der ersten Generation. Rabah und seine rappenden arabischen Kollegen waren in den achtziger Jahren durch differenzierte sozialkritische Texte, nicht durch islamistische Propaganda aufgefallen. Der ehemalige MC der Gruppe MBS (Le Micro Brise Le Silence) zeigt dennoch ein gewisses Verständnis für das Engagement der heutigen Rapper. «Wir stammten damals aus Elite-Familien. Wir waren in der Welt herumgereist und hatten andere politischen und kulturellen Positionen kennengelernt», erzählt er. «Diese neue Generation von Rappern spricht viel stärker die Sprache der Strasse. Wenn da einer Islam als Metapher für Widerstand nimmt, finde ich das zwar wenig kreativ. Ich würde ihren Rap aber auch nicht vorschnell als Sprachrohr der Islamisten und Terroristen abstempeln.»

2004 kandidierte Ourrad Rabah in Algerien gar als Präsident. Heute produziert er in London unter dem Pseudonym Donquishoot die künstlerisch spannendsten Tracks der arabischen Welt überhaupt. Einen Track zu den Revolutionen in der arabischen Welt hat er nicht geschrieben: «Als Rapper attackiere ich Mißstände eigentlich vor der Revolution. Wenn sich das Volk dann endlich bewegt, so ziehe ich mich zurück. Ich freue mich und bin vielleicht sogar ein wenig stolz. Eine Revolutionshymne aber kann ich nicht schreiben, das liegt mir nicht – und ich sehe es auch nicht als meine Aufgabe.»

Zwischen Kassettenprediger und kommunistischer Protestmusik

Ein Blick in die Geschichte und Gegenwart rückt Rapper wie El Général in eine etwas verquerte Position zwischen die heute aktive Szene der Kassetten-Prediger und der links-kommunistisch geprägten Protestmusikbewegung der 1960er und 1970er Jahre. Die auf Kassetten und MP3-CDs vertriebenen Predigten religiöser Führer aus dem In- und Ausland waren in den letzten Jahren mit die staatskritischsten Medienquellen überhaupt. Der ägyptische Prediger Sheikh Keschk etwa hatte in den 1980er Jahren kritisiert, das die ägyptische Regierung für den verstorbenen ehemaligen Schah von Persien ein Staatsbegräbnis organisiert hatte. «Warum kommt einem Massenmörder so viel Ehre zuteil? Und warum organisiert Ägypten Staatsbegräbnisse nach europäischem Vorbild?» fragt Keschk auf einem MP3 File, das Charles Hirschkind für sein Buch The Ethical Soundscape: Cassette Sermons and Islamic Counterpublics [11] gesammelt hat. «Das Hören gilt im Islam als Türöffner zu Wissen und zu einem moralisch besseren Leben» erzählt Hirschkind: «Kassettenprediger führen diese Tradition des Hörens fort und äussern sich dabei sehr politisch.»

Bezüglich ihrer Vorstellungen eines würdigen Lebens nach den Prinzipien des Islam haben die Prediger und die Rapper hingegen wohl selten viel gemein. Dasselbe gälte für die linken Protestsänger der 1960er und 70er Jahren, von denen viele Rapper Gedichte und die Art des Protestes übernommen haben. Wichtig sind zum Beispiel Sheikh Imam, dem bedeutenden Guerilla-Musiker der sechziger und siebziger Jahre, der palästinensische Dichter Mahmoud Darwish, palästinensische Dabké-Gruppen wie Al-Firqah al-Markaziyyah (Die zentrale Band), der in Beirut wirkende Sänger Abu Arab, oder die Libanesen Ziyad Rahbani und Marcel Khalife. In den 1980er und 90er Jahren kamen dann weitere politisch engagierte Bands hinzu: Sabreen in Palästina, oder der Berber Sänger Matoub Lounes, der 1998 in Algerien ermordet worden war.

Schauplatz Kairo

Kairo, Februar 2011. «Mubarak – ist er schon weg?». Diese Frage wanderte von Ohr zu Ohr. Als der vormalige Präsident Ägypten am 11. Februar, dann verliess, explodierte die Freude förmlich auf dem Tahrir-Platz. Es gab Feuerwerke und es gab wieder viel Musik. Muslime und koptische Christen hielten auf dem Platz ihre Gottesdienste ab. Männer und Frauen trommelten, klatschten und erfanden Lieder aus dem Stegreif: «Wer sind wir, und wer ist er? Wir sind Arbeiter und Bauern, und er ist der Dieb Ägyptens. Wer sind wir, und wer ist er? Er trägt die neueste Mode, und wir leben zu zehnt in einem Raum.»

Der Tahrir-Platz erwies sich als Jahrmarkt unterschiedlichster musikalischer Geschmäcker. Die Band Eskenderella [12] spielte Stücke von Sayyed Darwish, dem 1923 verstorbenen Urvater des ägyptischen Protestliedes. Die Folk-Rock Gruppe Black Theama [13] warb für die Kultur der Nubier, und die in subkulturellen Kreisen beliebte Rockband Wust el Balad [14] trat hier vor so vielen Zuschauern auf wie nie zuvor.

Mark Levine [15], Autor des Buches «Heavy Metal Islam [16]», schickte die YouTube-Aufnahme eines Liedes des Rocksängers Ramy Essam [17] dem befreundeten Produzenten und multiplen Grammy-Gewinner Anton Pukshansky in Los Angeles. Der produzierte ein paar Beats und schickte das Audiofile zurück nach Kairo. Der Manager von Ramy Essam hatte unterdessen die 120 Kilometer von Mansouri nach Kairo unter die Räder genommen und nahm dann mit seinem Schützling Stimme und Gitarre in einem Studio neu auf. Man witterte Morgenluft: Ramy Essam könnte vielleicht den lokalen Wettbewerb um die Hymne der ägyptischen Revolution gewinnen und dabei gleichzeitig international Aufmerksamkeit erregen.

Pop-Avantgarde: Qualität und Differenziertheit

Im Schatten der Rapper und Protestsänger drohen nun jene Musiker fast etwas in Vergessenheit zu geraten, die lange vor den dramatischen Ereignissen bereits an den kulturellen Veränderungen in der arabischen Welt mitgewirkt haben – allen voran die Exponenten der subkulturellen Rockszenen, der Pop-Avantgarde, sowie die Musiker und Komponisten, die die arabische Ensemble-Musik von Innen her erneuern wollten (siehe Artikel auf norient.com [18]). Viele verhalten sich derzeit als Künstler zwar still, engagieren sich aber politisch. Sie hatten sich an den Protesten auf dem Tahrir-Platz beteiligt. Das zeigt etwa der tragische Tod des Klangkünstlers Ahmed Basyoni, der auf dem Platz nach einer Tränengas-Attacke gestorben ist. Mitte März kämpften diese Künstler etwa gegen eine ägyptische Verfassungsänderung – weil diese ihnen zu wenig weit ging. Und sie sind derzeit daran, sich politisch zu gruppieren, damit ihre Ideen und Vorstellungen im Ägypten von morgen repräsentiert werden.

Als Musiker aber setzen sie mehr auf künstlerische Qualität und Differenziertheit als auf Kommerz und Propaganda. «Das ist unsere Art des Widerstands gegen den Niedergang der arabischen Welt», sagt der libanesische Musiker Tarek Atoui [19]: «Wir wollen zeigen, dass die arabische Welt mehr zu bieten hat als kommerziellen Pop und Terrorismus.» (siehe Artikel auf norient.com [20])

Die Musiker des Kairoer Labels 100copies [21] etwa experimentieren mit Geräuschen und elektro-akustischer Musik (siehe dazu auf Artikel auf norient.com [22]). Sie produzieren ihre Musik in kleinen Heimstudios, sind aber international gut vernetzt. Sie werden gelegentlich auch von der Kulturstiftung Pro Helvetia, dem Goethe Institut oder der amerikanischen Ford Foundation unterstützt. Diese Szene ist eng verbunden sowohl mit der internationalen Kunst- als auch mit der regionalen NGO-Gemeinschaft. Sie wird von den lokalen Machthabern deshalb nicht selten als «politische Avantgarde des Westens» denunziert. Allerdings sind Labels wie 100copies so klein, dass sie von den staatlichen Zensurbehörden kaum ernst genommen werden.

Metal und Rock: Sündenböcke für alles

Schwieriger ist die Lage für die Rock- und Metal-Szene. Ihre Wurzeln hat die arabische Rockszene im psychedelischen Rock der späten sechziger Jahre; der Sound der Hippiebewegung war in die arabische Welt übergeschwappt – wie die zwei LPs „Waking Up Scheherazade“ zeigen (höre dazu diesen Podcast auf norient.com [23]). Darauf haben sich die harten Töne rasant verbreitet. In den neunziger Jahren aber wurden Bands und Fans in Ägypten, Libanon und anderen arabischen Ländern dann systematisch verhaftet. In medialen Hetzkampagnen wurden sie als Satanisten, als Drogenabhängige, als Sexbesessene oder als Spione Israels gebrandmarkt. Kairos Grossmufti Nasr Farid Wassel forderte gar die Todesstrafe für Metal-Musiker. Direkt politisch äusserten sich die bekannten Metal-Bands – wie Worm, Your Prince Harming, Scarab, Ayat oder die Frauenband Massive Scar Era – kaum einmal. Während die Pop-Avantgarde auf Ironie und Satire setzt, verschlüsseln diese Bands ihre Botschaften oft in metaphorischen Horrorvisionen. Odious [24] aus Alexandria mischt ägyptische Rhythmen und Black Metal und formt eine Ode auf eine miserable Zeit: «Verabschieden wir uns von den Philosophen, in unserem Jahrhundert der verdammten Geschichten. In unserem Zeitalter, das fassbare Gegenstände verhöhnt, verachtet und wegspült.» (Höre dazu den Podcast zur libanesischen Metal-Band Weeping Willow auf norient.com [25])

Die Mainstream-Stars im Abseits

Kaum zu Wort melden sich zur Zeit die grossen Stars der kommerziellen panarabischen Pop-Musik. Allein, ihre Videos flimmern noch immer Tag und Nacht über die Satellitensender; Diven und Prinzen besingen noch immer Familienglück und romantische Liebe (siehe Artikel auf norient.com [26]). Die ganz grossen Stars haben sich schon früher zumeist mit der herrschenden Elite arrangiert. Die grosse ägyptische Sängerin Um Kulthum war eng verbunden mit Präsident Gamal Abdel Nasser. Und die libanesische Heldin Fairuz und ihre Komponisten Assy und Mansour Rahbani waren grosse Könner darin, Musik und Verse zu schreiben, die weder eine der vielen libanesischen Fraktionen, noch die Machthaber in Syrien oder Ägypten erzürnten.

Amr Diab [27], der grösste Pop-Star Ägyptens schlechthin, war ein Gefolgsmann Mubaraks und widmete ihm auch Lieder. Jetzt soll er im Privatjet nach England geflüchtet sein, wo er der Dinge harrt, die noch kommen mögen. Ein paar wenige Stars äusserten sich dann doch noch, weiss Matthias Graf, der an der Universität Bern gerade seine Doktorarbeit zu kommerziellem arabischen Pop eingereicht hat: Die Sängerin Angham und der Sänger Hamaada Halaal haben beide je einen Popsong für die Helden des 25. Januar geschrieben. Auch Sami Yusuf [28], der Pop-Prediger aus England wendete sich mit dem kitschigen Song «I’m Your Hope» an die Jugend: «Ihr seid die Hoffnung für unsere Welt»

Hoffnung auf Veränderung

Die allermeisten ägyptischen Pop-Stars blieben dem Tahrir-Platz aber fern. «Einzig der Sänger Tamer Hosny [29] war da», erzählt der ägyptische Kulturvermittler Ayman El Nouby. «Er wollte sich für Mubarak aussprechen, musste dann aber vor den wütenden Massen fliehen. Später bat er im ägyptischen Fernsehen um Entschuldigung – er wollte wohl seine Karriere retten.» Und der nubische Pop-Musiker Mohammad Mounir landete mit seinem Song «Azzay» eine Art Revolutions-Hit: Über 700’000 User haben sich das Video auf YouTube angesehen, das mit einem Schwur an Ägypten endet: «Ich werde Dich weiter verändern, ich schwöre es.» Und so unterschiedlich sie sein mögen – all die gesellschaftlich engagierten Sängerinnen und Sänger, Rapper, Rocker, Avantgardisten und musizierenden NGO-Aktivisten hoffen genau dies: Dass die arabische Gesellschaft sich nun demokratisch weiterentwickelt.

Dieser Text ist in einer kürzeren Fassung auch in der Neuen Zürcher Zeitung [30] erschienen.

Literatur-Tipp: Arian Fariborz Rock The Kasbah – Reportagen aus Ägypten, Algerien, Israel, Palästina, Marokko, dem Libanon und dem Iran [31], Palmyra Verlag, 2011.