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Funding Music Today: The bianca Story

In dieser Serie aus dem Norient-Buch Seismographic Sounds (weitere Infos und Bestellmöglichkeit hier [1]) berichten wir über verschiedene Strategien von Künstlern zur Finanzierung ihrer Musik. In kurzen Zitaten erzählen die Musiker aus ihren eigenen Perspektiven. Heute: die Schweizer Pop-Band The bianca Story [2].

Film still from The bianca Story feat. Dieter Meier (Music) and Gregor Brändli (Video): «Does Mani Matter?» (Switzerland 2013)

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Für Jean-Jacques Rousseau war Musik die freieste aller Künste. In Zeiten globaler Finanzkrisen, sinkender Reallöhne und wachsender sozialer Klüfte sind Rousseaus Ideen von Freiheit und sozialer Gerechtigkeit so aktuell und wertvoll wie nie. Wir haben uns entschlossen, für das Album Digger die Pfade der Musikwirtschaft zu verlassen. Wir wollten für unsere Musik nicht umsonst arbeiten, unser Handwerk sollte fair entschädigt werden. Gleichzeitig wollten wir aber auch nicht fürs Nichtstun entlohnt und immer wieder dann bezahlt werden, wenn neue Menschen unsere Songs hören. Mit Crowdfunding haben wir 90’000 Euro gesammelt und davon sowohl uns wie auch die gesamte Produktion, Distribution und Promotion des Albums bezahlt. Danach haben wir die Platte physisch und digital frei zur Verfügung gestellt. Gemeinsam mit unserer Crowd wollten wir so der Musik ihre ursprüngliche, freie Form wiedergeben und sie von den kommerziellen Fesseln der Industrie befreien.

Dieses Zitat wurde aufgezeichnet von Fabian Chiqut via Email am 15.4.2015 und zuerst publiziert im zweiten Norient-Buch Seismographic Sounds [7]. Weitere Infos gibt es beim Klick auf das Bild.

The bianca Story feat. Dieter Meier: «Does Mani Matter» (2013)

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