Das Imperial Tiger Orchestra aus Genf spielt äthiopische Musik aus den Goldenen 1970er Jahren. «Wir wollen diese Musik perfekt nachspielen», verraten Raphaël Anker und Cyril Moulas im Interview.
Wir treffen den Bassisten und Krar-Spieler Cyril Moulas und den Trompeter Raphaël Anker in Genf und fragen sie erst einmal: Bereiten sich Musiker eigentlich auf Interviews vor? «Nein», meinen die beiden vom Imperial Tiger Orchestra. Am besten offeriere man den Journalisten zuerst Kaffee oder ein Bier und stimme sie so gnädig. «Dasselbe bekommt man wahrscheinlich auch in Äthiopien offeriert, wenn man jemanden besucht?», fragen wir zurück. Wir stellen unsere Fragen auf Englisch. Die beiden antworten auf Französisch. Im Laufe des Gesprächs wird das immer wieder für Verwirrung sorgen ….
Podcast 1 (3’11)
Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.
Das Imperial Tiger Orchestra spielt die äthiopische Musik der 1970er Jahre (siehe dazu die norient Reportage Popsterne in Addis Abeba). Woher genau kommt die Faszinazion für diesen Sound, fragen wir die beiden. Die zwei schwärmen von den speziellen Skalen und Modi in dieser Musik. Das Imperial Tiger Orchestra hat es sich auch zum Ziel gesetzt, diese äthiopische Musik möglichst genau nachzuspielen. Kurzfristiger Fusions-Musik gegenüber Raphaël Anker und Cyril Moulas sehr kritisch.
Podcast 2 (7’52)
Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.
Eine Schweizer Band covert äthiopische Songs: Was genau soll das? Warum soll das Sinn machen? Das wird sich manch einer in der Schweiz wohl fragen: Da höre ich doch lieber eine äthiopische Band! In Äthiopien hingegen könnte die Reaktion anders ausfallen. Da ist man stolz: Eine Schweizer Band spielt unsere äthiopische Musik! Stimmen diese Vermutungen, fragen wir die zwei Musiker vom Imperial Tiger Orchestra.
Podcast 3 (5’28)
Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.
Im Gegensatz zu vielen Bands im Genre Weltmusik sucht das Imperial Tiger Orchestra nicht die Fusion. Die Band will die Musik Äthiopiens akribisch genau nachspielen. Als Vorbild gilt ihnen die holländische Anarcho-Punkband The Ex, die in den letzten Jahren verschiedene Aufnahmen mit äthiopischen Musikern gemacht hat. Einige Aufnahmen des neuen Imperial Tiger Orchestra Albums “Mercato”
wurden denn auch von Jeroen Visser, Tontechniker von The Ex und dem äthiopischen Saxofonisten Getatchew Mekurya, produziert.
Podcast 4 (11’10)
Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.
Dann erzählt uns Raphaël Anker, das sein Vater auf dem afrikanischen Kontinent geboren ist – wo genau erzählt er nicht. Das Interesse an Äthiopien ist also nicht bloss musikalischer Art. Anker erzählt auch von der engen Zusammenarbeit des Imperial Tiger Orchestras mit der in Genf lebenden äthiopischen Sängerin Bethlehem Dagnachew. Und: Für die Zusammenareit mit Musikern in Äthiopien vertraut die Band nicht aufs Internet. Audio-Files hin und her senden, das will man nicht.
Podcast 5 (7’20)
Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.
2011 lädt das Imperial Tiger Orchestra zum ersten Mal Starmusiker aus Äthiopien für Konzerte in die Schweiz ein – siehe Konzertliste unten. Das ergibt neue Fragen: Wie kriegen alle diese Musiker ihr Visum? Und wie reagieren die äthiopischen Stars auf die Schweizer Jazzmusiker? Und: Wird die Musik vom Imperial Tiger Orchestra in Äthiopien gehört – oder gar gekauft. Und ist das überhaupt ein Ziel der Band? Das fragen wir die beiden Musiker zum Schluß unseres Gespräches.
Podcast 6 (12’32)
Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.
Sonic Traces: From Switzerland
Das Gespräch mit dem Imperial Tiger Orchestra fand im Rahmen des Norient Projekts Sonic Traces: From Switzerland statt.
















[...] > Joke Lanz, Berlin > Ot Asoy, Bern > Joy Frempong, Berlin > Stini Arn, Bern > Imperial Tiger Orchestra, Genf > Eidgenössisches Jodelfest, Interlaken > Festival Alpentöne, Altdorf > Praed, [...]