Tumi & The Volume gilt als eine der spannendsten Acts Südafrikas. Ihr Mix aus Spoken Word und Rap setzt sich jetzt auch in Europa immer stärker durch. Am Sonntag 26.9.2010 tritt die Band in der Turnhalle im PROGR Bern auf. Unbedingt hingehen.
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Jenseits von Afropop, Re-Issues von afrikanischer Popmusik aus den 1960er und 70er Jahren und Miriam-Makeba-Tributes, hört man immer noch zu wenig aus der aktuellen Musikszene Südafrikas. Dabei boomt die Szene.
Ein Musiker der schon seit gut 5 Jahren für Aufsehen sorgt ist Tumi Molekane. Er kommt aus Südafrikas HipHop Szene, obwohl er eigentlich fast mehr ein «Spoken-Work»-Künstler ist. Wegen seiner charismatischen Live-Auftritte wird er seit Jahren in Johannesburg und Kapstadt gefeiert. Zwei Alben hat Tumi bislang veröffentlicht „live at the bassline“ und „Tumi and the Volume“. Für letzteres, das erste Studioalbum, kassierte er mit seiner Band Tumi & The Volume gleich drei South African Music Awards in den Kategorien beste Gruppe, beste Aufmachung und bestes Rap-Album.
Bislang aber konnte leider keiner der Tonträger von Tumi die Energie und Ausstrahlung seiner Musik adäquat bündeln; mit ‘Pick a dream’ hat sich das jetzt geändert. Das Album verkörpert ein neues Südafrika. Es ist mal soulful und lässig- laidback, streckenweise auch mit einer druckvollen Rockenergie. Die Texte sind persönlich, kleine Alltagsgeschichten, poetische Momente, Blicke in seine kleine Hippiebohemewelt.
Hier einige Ausschnitte aus dem Album:
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Die Fans kommen aus allen Bevölkerungsgruppen des Landes. Denn Tumi bewegt sich genau auf der feinen Linie zwischen schwarzem Soul und weißem Rock. Damit ist er die Ausnahme im noch stark nach Hautfarbe geteilten südafrikanischen Musikmarkt. Auch wenn er es nicht darauf angelegt hat: Er ist der wahre Botschafter eines neuen Südafrikas, wo eine junge Generation eigene Wege geht, oft überraschend und jenseits alter Muster die jahrzehntelang dem Land eingebrannt wurden.
Auch Europa hat Tumi seit ein paar Jahren für sich entdeckt, vor allem Frankreich mit seiner Poetry-Slam-Szene. Tumi ist aber auch begehrt, weil er eine ähnliche urbane Lässigkeit wie Bands wie The Roots oder Talib Kweli ausstrahlt. Was ihm fehlt ist einzig die plakative Schublade um als südafrikanischer Künstler wahrgenommen zu werden. Er ist nicht die neue Miriam Makeba, oder die Multikulti-Vorzeige-Rainbownation Band wie Freshly Ground. Er passt in kein Klischee. Tumi ist Tumi.
Das Konzert
Sonntag 26.9.2010. 20.30 Uhr. Organisiert von Bee-Flat in der Turnhalle Bern.







